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09.11.2011

Sicherer Anschluss beim Solargate

Das Solargate auf der smart urban stage

Auf der IAA erregte das Solargate von Konarka Technologies, dem Marktführer für organische Photovoltaik, am Eingang der „smart urban stage“ die Aufmerksamkeit der Besucher. Rund 90 Module mit der patentierten Powerplastic-Technologie, einer transparenten Solarfolie, machten das “Tor” nicht nur zu einem architektonischen Hingucker, sondern auch zu einer Energiequelle, die beispielsweise einen Elektro-Smart mit Energie versorgen könnte. Die Stuttgarter Lapp Gruppe sorgte mit ihren innovativen Anschluss- und Steckverbindersystemen Epic Solar für die zuverlässige Energieübertragung.

Der Energieertrag der Konarka-Module liegt bei gleicher Nennleistung zwischen 30 % und 40 % höher als bei kristallinen Modulen, da die Powerplastic-Folie einen positiven Temperaturkoeffizienten hat und weniger abhängig vom Einfallswinkel der Sonne ist. Das Solartor auf der IAA beispielsweise gibt bei einer Fläche von rund 60 m² eine Leistung von 670 kWp ab.

Organische Photovoltaik
Interessanter als die reine Leistung ist jedoch die Tatsache, dass sich organische Photovoltaiklösungen zukünftig vollständig in Gebäudehüllen oder Objekte integrieren lassen. Powerplastic-Module von Konarka sind Solarmodule mit photoaktiven Polymeren, die sich auf unterschiedlichen Trägermaterialien applizieren lassen. Als Träger eignen sich nicht nur Stahl, Glas und weitere Baumaterialien, sondern auch Folien oder Textilien. Durch ihre Flexibilität in Form und Farbe können die organischen Module vielseitiger eingesetzt werden als konventionelle Solarmodule – so wie das Solar Gate, das den Gästen von smart auf der IAA nicht nur Schatten spendete, sondern dabei auch noch umweltfreundlichen Strom erzeugte.

„Wir sehen uns weniger dem Solarmarkt, als der Bauindustrie zugehörig“, erklärt Hermann Issa, Strategie Manager Europa bei Konarka. „Neben den unzähligen Möglichkeiten, die unsere Lösungen für die Architektur der Zukunft eröffnen, gibt es jedoch auch einige Herausforderungen. In der Bauindustrie gelten viel höhere Auflagen für jede einzelne Komponente des verbauten Materials, als bei reinen Photovoltaikanlagen. Es war daher für uns besonders wichtig, hier einen passenden Partner wie Lapp zu finden, dessen Modul-Anschlusssysteme, Steckverbindungen und Kabel über die gesamte Lebenszeit unserer Systeme zuverlässig arbeiten und der zudem flexibel auf die Anforderungen für unsere unterschiedlichen Lösungen eingehen kann.“

Sicherer Anschluss
Einer der Hauptgründe für Modulversagen im Markt sind fehlerhafte Anschlussdosen, diese müssen daher häufig mehrmals während des Lebenszyklus einer Solaranlage ausgetauscht werden. In der Bauindustrie wird aber eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren für diese Komponenten verlangt. Nicht nur die Branchenverordnungen spielen hier eine Rolle. Ist ein Photovoltaiksystem erst einmal vollständig in eine Fassade oder einen anderen Gebäudeteil eingebaut, wäre es auch sehr aufwändig, einzelne Komponenten auszutauschen.
Die neue Anschlussdose Epic Solar Map von Lapp passt sich den Bedürfnissen organischer Photovoltaikmodule optimal an. Sie basiert auf der Technologie des Steckverbinders Epic Solar 4 Thin und wird wie der innovative Steckverbinder geschweißt statt gecrimpt wie die meisten anderen Systeme. Die Schweißtechnologie erhöht die Lebensdauer und ermöglicht den dauerhaften Anschluss organischer PV-Module. Zudem ist die Anschlussdose wie auch der Steckverbinder durch die Schweißtechnologie besonders flach – eine Schlüssel-Anforderung bei organischen Modulen, die als flexible Folien ausgeführt werden. Es ergeben sich daraus nicht nur völlig neue Anwendungsbereiche in der mobilen Nutzung der Solarenergie, sondern auch in der gebäudeintegrierten Photovoltaik.