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19.01.2015

CC-Link IE und Industrie 4.0

Industrie 4.0 verändert die Fertigung grundlegend. Sogenannte cyber-physische Systeme und das Internet der Dinge spielen dabei eine wichtige Rolle und tragen erheblich dazu bei, Leistungsvermögen, Effizienz und Flexibilität von Produktionssystemen zu steigern. Der Erfolg der Industrie 4.0 hängt maßgeblich von einem reibungslosen Informationsfluss innerhalb des Produktionsprozesses und darüber hinaus ab. Systeme können nur dann ihre optimale Leistung erbringen, wenn Daten ungehindert in Echtzeit fließen. Entsprechend hoch muss folglich die Bandbreite sein. Zwar stehen viele verschiedene Ethernet-Technologien zur Auswahl, doch CC-Link IE (Industrial Ethernet) hebt sich durch seine hohe Bandbreite ab.

2007 führte die CC-Link Partner Association (CLPA), verantwortlich für die Entwicklung und Verbreitung von CC-Link IE, CC-Link IE ein. Mittlerweile ist sie die am schnellsten wachsende Industrial-Ethernet-Technologie am Markt. Die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung waren ursprünglich führende asiatische Branchen wie die Automobil- oder Flachbildschirmindustrie. Denn hier wird es immer wichtiger, große Datenmengen in Echtzeit nachverfolgen zu können. Auf Fertigungslinien in der Automobilproduktion zum Beispiel laufen typischerweise mehrere Modelle in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten gleichzeitig. Dabei muss nachverfolgt werden, welche Teile während einer Produktionsschicht in welche Karosserie eingebaut werden sollen. Wenn tausende Komponenten in Echtzeit verfügbar, korrekt ausgewählt und montiert werden müssen, wird diese Aufgabe schnell extrem datenintensiv.

Bereits vor rund sechs Jahren erkannte die CLPA mit CC-Link IE die Trends der Industrie 4.0, noch bevor das Thema überhaupt als solches formell auf der Agenda stand. CC-Link IE ist eine Gigabit-Ethernet-Technologie und unterscheidet sich durch ihre Leistungsfähigkeit von anderen Ethernet-Technologien. Mit CC-Link IE sind Unternehmen in der Lage, das Produktionsvolumen ihrer Fertigungslinien zu steigern.

Auf der anderen Seite können Gerätehersteller durch CC-Link IE ihr Geschäft um innovative Produkte erweitern. Um interessierte Unternehmen bei der Gestaltung CC-Link-IE-kompatibler Produkte zu unterstützen, arbeitet die CLPA eng mit internationalen Technologiepartnern zusammen. Branchenführende Unternehmen wie beispielsweise Mitsubishi Electric, HMS und Renesas bieten derzeit entsprechende Lösungen an. Weitere Optionen wie die FPGA-basierte Lösung von Altera/Altima oder eine SoC-Lösung von Tokyo Electron Device/Xilinx werden ebenfalls künftig angeboten.

John Browett, General Manager der CLPA in Europa, fasst zusammen: „In der Vergangenheit wurden wir oft gefragt, warum die CLPA eine Gigabit-Technologie anbietet, die den anderen am Markt erhältlichen Produkten so weit voraus zu sein scheint. Im Prinzip spiegelt die heutige Entwicklung in der Fertigung das wider, was vor fünf bis zehn Jahren im privaten Bereich geschah, als dort Breitbandverbindungen Einzug hielten. Megabit-Geschwindigkeiten, die damals noch futuristisch wirkten, sind mittlerweile alltäglich. Bereits eine ganze Reihe neuer Dienste nutzt diese Technologie. Zum Beispiel würde das Streaming von Filmen nicht ohne Breitbandverbindung funktionieren. In ähnlicher Weise wird die Industrie 4.0 ganz neue, bislang ungeahnte Möglichkeiten in der Fertigung eröffnen. Der entscheidende Punkt ist, dass diese Systeme eine maximale Übertragungsleistung benötigen und nur CC-Link IE ist in der Lage, diese Anforderung bereits heute zu erfüllen.”