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01 Der kompakte Router mit UMTS-Broadband-Modul für M2M-Anwendungen Machinelink 3G sorgt überall dort für optimalen IP-Netzzugang, wo es GPRS- oder UMTS-Mobilfunkversorgung gibt

Servicemehrwert dank Remote Monitoring and Control Service

02 Schaltzentrale der RMCS-Lösung von Vodafone ist das webbasierte Portal-Frontend

03 Eine zentrale Funktion des RMCS-Portals bildet das „Condition Monitoring“, bei dem Betriebszustände von Maschinen und Geräten überwacht und Störungen oder Probleme automatisch erkannt werden

In 2013 erzielten die Mitgliedsunternehmen des VDMA mit Serviceleistungen bereits 20 % ihres Umsatzes. Dabei setzen immer mehr Maschinen- und Anlagenbauer auf Lösungen für Remote Monitoring and Control Service (RMCS) auf M2M-Basis. Die Lösungen sind dabei fast so vielfältig wie die Applikationen. Für eine optimale Fernwartung und -überwachung sind einige Dinge zu beachten.

Das M2M Adoption Barometer 2014, die jüngste Umfrage zum M2M-Markt von Vodafone, zeigt, dass RMCS-Lösungen im Maschinen- und Anlagenbau immer beliebter werden. Bereits in den kommenden drei Jahren werden demnach mehr als die Hälfte (56 %) der fertigenden Unternehmen auf M2M als zentralen Bestandteil ihrer Angebote setzen. Allein die Nutzung von Fernüberwachungslösungen auf M2M-Basis soll innerhalb des kommenden Jahres von 32 % auf 53 % steigen.

Altbewährt ist nicht immer gut
Herkömmliche Dienstleistungs- und Serviceangebote haben im Vergleich zu Fernüberwachungslösungen auf M2M-Basis einige gravierende Nachteile. In den meisten Fällen lässt sich die ortsgebundene Wartung und Überwachung von Maschinen und Anlagen nur mit hohem Personaleinsatz und erheblichen Kosten realisieren. Gerade neuere Maschinen sind oft so komplex und intelligent, dass ihre Wartung und Instandhaltung ein hohes Maß an Spezialwissen erfordert. Dies bedeutet, dass möglichst viele Servicemitarbeiter dazu geschult werden müssen, um einen reibungslosen Geschäftsablauf zu garantieren. Da immer mehr Unternehmen international aufgestellt sind, heißt das, dass in vielen Fällen nicht überall entsprechende Experten vor Ort sind, um Fehler zu beheben und Wartungen durchzuführen. Daher müssen Unternehmen, die auf herkömmliche Wartungsarbeit setzen, häufig mit hohen Reise- und Einsatzkosten ihrer Servicemitarbeiter rechnen. Diese Wartungsproblematik führt auch oft dazu, dass – gerade bei Unternehmen mit vielen Standorten – starre Wartungspläne aufgestellt werden müssen, damit der Geschäftsablauf aufrechterhalten werden kann. Diese Pläne sehen jedoch meist keine Notfälle oder außerplanmäßige Reparaturen vor, sodass es in solchen Fällen schnell zu längeren Ausfallzeiten oder hohen Folgekosten aufgrund des Ausfalls kommen kann.

Höherer Ertrag bei geringerem Ressourceneinsatz
Mithilfe von RMCS-Lösungen auf M2M-Basis können Unternehmen die genannten Nachteile umgehen oder deutlich reduzieren. Die Erfahrung von Vodafone zeigt, dass Unternehmen, welche derartige Fernwartungslösungen anbieten, ihre Servicekosten um bis zu 30 % senken und gleich- zeitig bei geringem Personalaufwand und Kosten die Qualität ihrer Dienstleistungen steigern konnten. Gleichzeitig sind diese neuen Servicemodelle viel margenträchtiger, sodass der Gewinn der jeweiligen Dienstleister steigt. Außerdem bietet die Fernüberwachung per RMCS die Möglichkeit mittels Predictive Maintenance, bereits einzuschreiten, bevor ein Defekt vorliegt. Durch die dauerhafte Überwachung sowie die automatische Benachrichtigung bei Abweichungen von der Norm können die Techniker präventiv agieren statt zu reagieren. Dabei gibt es zwei Varianten, wie RMCS in der Praxis umgesetzt werden kann. Der Anschluss der M2M-Geräte per Festnetz- Datenverbindung bietet den vermeintlichen Vorteil, dass die physikalische Leitung weniger störanfällig ist als eine Funkverbindung. Dieser Stabilität ist allerdings eine verminderte Flexibilität entgegenzusetzen. So ist eine Maschinenanbindung per M2M in diesem Fall darauf angewiesen, dass am jeweiligen Standort eine Leitungsanbindung vorhanden ist. Außerdem kann gerade in angemieteten Werkshallen die Nutzung vorhandener Leitungsstrukturen durch den Betreiber untersagt werden, was der RMCS-Nutzung mit physikalischer Leitung bereits im Vorfeld einen Riegel vorschiebt.

Perfektes Zusammenspiel für optimale Ergebnisse
Die Datenverbindung per Mobilfunknetz ist deutlich unproblematischer. Denn während bei der Verbindung per Festnetzleitung eine komplette Leitungsinfrastruktur vorhanden sein muss, reicht hier ein verfügbares Mobilfunknetz, damit sich die einzelnen Bestandteile der RMCS-Lösungen untereinander austauschen können. Die Mobilfunkverbindung muss dabei nicht einmal besonders schnell sein. Entsprechende Lösungen, wie der HSPA+-Router Machinelink 3G (Bild 1) von Vodafone, unterstützen sowohl schmalbandige 2G-Verbindungen als auch schnellere 3G-Übertragungsraten. Eine RMCS-Lösung auf Basis von M2M-Kommunikation benötigt drei zentrale Bestandteile für den reibungslosen Betrieb: Erste Grundvoraussetzung ist ein M2M-Terminal, das an der jeweiligen Maschine bzw. Anlage angebracht wird und die Verbindung zwischen diesen und dem Mobilfunknetz herstellt. Die M2M-Terminals enthalten dabei, wie bei den Lösungen von Vodafone, eine SIM-Karte direkt ab Werk. Der Anschluss an die zu überwachenden Maschinen und Anlagen erfolgt über eine von drei standardisierten Schnittstellen – RS-232, USB oder Ethernet, also einer regulären Netzwerkbuchse. Die Terminals übertragen die Maschinendaten über das Mobilfunknetz an das IT-System des Unternehmens, wo diese anschließend ausgewertet und dargestellt werden. Hier wird auch automatisch ein Alarm abgesetzt, falls es zu Defekten, Ausfällen oder ähnlichen Notfällen kommen sollte.

Zweite Grundvoraussetzung ist die mobile Datenverbindung. Dabei sollte für die Unternehmen, die einen RMCS-Dienstleistungspartner auswählen, vor allem dessen Netzqualität und -abdeckung im Mittelpunkt stehen. Als international aufgestelltes Telekommunikationsunternehmen bietet Vodafone einen weltweiten Netzzugang mittels seiner Global SIM, einer international gültigen SIM-Karte, die sich vollautomatisch in Mobilfunknetze auf der ganzen Welt einbuchen kann – dank Roaming auch in Nicht-Vodafone-Netze. Dies garantiert maximale Verfügbarkeit und stellt den Einsatz nahezu auf der ganzen Welt sicher. Mithilfe der globalen M2M-Plattform können Kunden einer Vodafone- RMCS-Lösung ihre eigenen M2MSIM- Karten verwalten. Der Zugriff erfolgt dabei entweder über ein Webportal oder eine automatische Schnittstelle (API – Application Programming Interface). Diese kann direkt an das IT-System der Kunden angeschlossen werden und stellt detaillierte Informationen über die einzelnen SIM-Karten bereit, wie übertragene Datenmengen oder Verbindungsqualität. Der Zugriff auf das Webportal erfolgt durch eine Autorisierung mit Kundenname und Passwort – damit hat jeder Kunde sicheren Zugriff auf seine eigenen Daten. Dritte Grundvoraussetzung ist ein zentrales, webbasiertes Applikations- Portal, das bei Bedarf nahtlos in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens eingebunden wird und in dem alle gesammelten Daten und Informationen zusammenlaufen (Bild 2). Dort werden die erfassten Messwerte entsprechend der Kundenwünsche aufbereitet und übersichtlich dargestellt – beispielsweise in Form von Grafiken oder Tabellen.

Die von der Software erstellten Berichte bieten den Unternehmen die Möglichkeit, den ordentlichen Maschinenbetrieb, die Leistung der Maschinen sowie deren Servicebedarf nachzuweisen. Die Darstellung ist dabei dank eines modularen Aufbaus individuell auf die jeweiligen Kundenanforderungen anpassbar. So können die Anwender schnell und komfortabel den Status jeder überwachten Maschine sehen und entsprechend reagieren, falls es in irgendeinem Bereich zu Abweichungen von der Norm kommt. M2M-Lösungen, wie das RMCS-Portal von Vodafone, zeigen einen möglichen Alarm direkt an und versenden diesen zusätzlich per E-Mail und SMS an im Programm hinterlegte Empfänger bzw. Empfängergruppen. Dies reduziert die Ausfallzeiten und senkt so die dadurch entstehenden Kosten. Unternehmen sollten bei der Wahl eines RMCS-Anwenders darauf achten, dass dieser eine Ende-zu-Ende- Lösung bietet, die alle benötigten Komponenten bereits enthält. Integrated RMCS (Bild 3) von Vodafone ist ein Beispiel für eine solche Lösung. Kunden bekommen dabei nicht nur Hard- und Software aus einer Hand, gleichzeitig werden die einzelnen Komponenten sowohl allein als auch innerhalb des Gesamtsystems umfassend getestet. Darüber hinaus ist Vodafone auch der Provider des Datennetzes und Ansprechpartner für etwaige Supportanfragen. Dies reduziert Reaktions- und somit Ausfallzeiten und hilft, Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden. (no)

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Autor:
Joachim Hauk arbeitet im Bereich M2M Sales Central Europe bei der Vodafone Group Services GmbH in Düsseldorf. joachim.hauck@vodafone.com