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01 Zur SPS IPC Drives werden die Sicherheits-Laserscanner RSL 400 präsentiert

Sicherheits-Laserscanner im neuen Format

03 Dr. Stefan Mohr, Produktmanager Sicherheits- Laserscanner: „Die RSL-400-Familie startet mit 16 Sensorvarianten; diese unterscheiden sich in vier Reichweiten von 3 m bis 8,25 m und vier Funktionspaketen“

Zur SPS IPC Drives stellt Leuze Electronic eine neue Generation Sicherheits-Laserscanner vor. Sie zeichnet sich unter anderem durch ihren großen Winkelbereich von 270° und eine Reichweite von bis zu 8,25 m aus. Parallel stellen die Sensoren zwei autarke Schutzfunktionen zur Verfügung. Dr. Stefan Mohr, Produktmanager Sicherheits-Laserscanner, erläutert weitere Details im Interview mit der etz-Redaktion.

Herr Dr. Mohr, Leuze Electronic präsentiert im November in Nürnberg eine neue Familie der Sicherheits-Laserscanner. Bitte erläutern Sie kurz die herausragenden technischen Details.
Dr. S. Mohr: Die neue Produktfamilie RSL 400 (Bild 1) setzt an vielen Stellen neue Maßstäbe. So zeichnet sie sich technisch auf der einen Seite durch den großen Winkelbereich von 270° (Bild 2) aus und das bei einer Reichweite von 8,25 m. Auf der anderen Seite stellt der Sensor zwei autarke Schutzfunktionen zur Verfügung. Auch die Inbetriebnahme und Konfiguration werden deutlich einfacher. Serienmäßig zwei Kommunikationsschnittstellen Ethernet und Bluetooth sowie das große Display informieren ständig über den Status der Sicherheitsfunktionen.

Abgesehen von den technischen Details: Wie unterscheiden sich die neuen Geräte von denen der etablierten RS4-Reihe?
Dr. S. Mohr (Bild 3): Die bestehende RS4-Reihe ist etwas in die Jahre gekommen, bietet aber noch immer die geforderte Sicherheit. Allerdings haben sich die Anforderungen in der Sicherheitstechnik etwas verändert – eine deutlich höhere Flexibilität und Gerätevielfalt innerhalb einer Laserscanner- Familie ist notwendig. Die Wünsche nach Verbesserungen beim RS4, zum Beispiel hinsichtlich der Ausrichtung, der Konfiguration und Kommunikation, zusammen mit dem Bedarf nach einem größeren Scanbereich mit größeren Schutzfeldreichweiten haben uns zur Entwicklung der neuen RSL-400-Baureihe motiviert.

Wie viele Gerätevarianten umfasst die neue Linie, in welche Hauptkategorien sind diese unterteilt und welches sind die Differenzierungsmerkmale?
Dr. S. Mohr: Die RSL-400-Familie gliedert sich mit dem RSL 410 bis zum RSL 440 in vier Funktionspakete. Innerhalb dieser bieten wir insgesamt 16 Sensorvarianten an, die Reichweiten von 3 m bis 8,25 m abdecken. Dabei unterscheiden sich die Sensoren zum einen hinsichtlich der Anzahl der überwachbaren Feldpaare und zum andern in der Möglichkeit, zwei autarke Schutzfunktionen zu parametrieren. So lassen sich beispielsweise beim RSL 430 und beim RSL 440 völlig unabhängig voneinander zwei Gefahrbereiche überwachen, die mit zwei OSSD-Paaren auch zwei Abschaltkreise bedienen können. Viele weitere Funktionen, vor allem solche, die die Handhabung vereinfachen, sind in allen Sensortypen implementiert.

Mit der einfachen Handhabung sprechen Sie ein Thema an, dass sich Leuze Electronic im Zusammenhang mit dem Smart Sensor Business seit Längerem auf die Fahne schreibt. Bitte erläutern Sie die „Smarter Product Usability“ konkret an Ihren neuen Sensoren.
Dr. S. Mohr: Selbstverständlich haben wir auch beim RSL 400 an vielen Stellen besonderen Wert auf die Handhabbarkeit gelegt. So erfolgt die Montage an der Anschlusseinheit, sodass während der Montage und Installation der Scannerteil nicht behindert oder beeinträchtigt wird. Damit reicht es aus, den Laserscanner genau einmal auszurichten und in Betrieb zu nehmen. Neben der Sicherheits-Konfiguration „merkt“ sich die Anschlusseinheit auch die mechanischen Einstellungen. Die Befestigung selbst erfolgt von vorne und mit zwei Schnellverschluss- Schrauben können Scannerteil und Anschlusseinheit miteinander verbunden werden. Bei der mechanischen Ausrichtung zeigt das große Display über eine elektronische Wasserwaage die exakten Lagewinkel des Sensors ohne zusätzliche Werkzeuge an. Die Sicherheits-Konfiguration lässt sich mit insgesamt fünf Mausklicks über die grafische Oberfläche des Sensor- Studios erstellen, dann herunterladen und der Sicherheits-Laserscanner RSL 400 ist funktionsbereit. Wir nennen das One-Step-Konfiguration.

Welches sind die Hauptanwendungsbereiche?
Dr. S. Mohr: Der RSL 400 ist hauptsächlich konzipiert für alle Maschinen und Anlagen, bei denen der Personenschutz durch eine Bereichsabsicherung gewährleistet wird (Bild 4). Hier bieten der große Scanbereich von 160 m 2 mit einem Winkelbereich von 270° und einer Reichweite von 8,25 m neue Möglichkeiten und hohe Flexibilität. Zusammen mit den zwei autarken Schutzfunktionen in einem Sensor eröffnen sich bei vielen Anwendungen ganz neue Konzepte. Die neuen Leistungsmerkmale lassen sich natürlich auch bei mobilen Plattformen und bei Zugangssicherungen effektiv und kostensparend einsetzen. (ih)

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