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Lasten präzise heben

01  Die wartungsfreien und ­zuverlässigen Seilzuggeber sind ­besonders schnell und einfach zu montieren und für die Positionsmessung von Hebe- und Arbeitsbühnen prädestiniert

01  Die wartungsfreien und ­zuverlässigen Seilzuggeber sind ­besonders schnell und einfach zu montieren und für die Positionsmessung von Hebe- und Arbeitsbühnen prädestiniert

02  Die Seil­zug­weg­sensoren der Serie SX135 bieten einen Messbereich bis 42,5 m

02  Die Seil­zug­weg­sensoren der Serie SX135 bieten einen Messbereich bis 42,5 m

Ein Ziel, um den Transport von schweren Lasten weiter zu optimieren, ist es, die manuelle Überwachung mittels des Übergangs in die Industrie 4.0 obsolet werden zu lassen. Hierfür ist es essenziell zu wissen, an welcher exakten Position sich das zu bewegende Gut gerade befindet. Seilzugsensoren für die Positionsbestimmung werden dieser Anforderung gerecht und eignen sich besonders, um den horizontalen und vertikalen Hebevorgang zu überwachen.

Der einfach zu installierende Wegsensor SX80 von Waycon Positionsmesstechnik kann zur Positionsmessung an Hubtischen, Hebe- und Arbeitsbühnen oder Laderampen eingesetzt werden. Mit seinem Messbereich von bis zu 3 m sowie einer Vielzahl an analogen und digitalen Ausgangssignalen ist dieser Wegaufnehmer für die Hebetechnik prädestiniert. Er liefert dem Bediener zuverlässige und präzise Daten über die genaue Position der zu hebenden Lasten. Dies fördert die Automation von Logistikprozessen und sichert ein schnelles, sicheres Arbeiten.

Drahtseilakt
Kernbestandteil eines Seilzuggebers ist ein hochflexibles Edelstahlseil, das einlagig auf eine Seiltrommel gewickelt wird. Diese Trommel ist über eine vorgespannte Triebfeder mit dem Sensorgehäuse verbunden. Das aus dem Seilzuggeber herausragende Ende des Messseils wird mit dem Messobjekt mittels Seilclip oder M4-Gewinde verbunden. Ändert sich der Abstand zwischen Sensor und Messobjekt, so wird das Messseil gegen die Federkraft aus dem Seilzuggeber herausgezogen und von der Trommel abgerollt. Die Achse der Trommel ist fest mit einem Sensorelement (Potenziometer für analoge Ausgangssignale oder Encoder für digitale Ausgangssignale) verbunden. Dreht sich die Seiltrommel durch eine Abstandsveränderung des Messobjekts, wird die mechanische Bewegung vom Sensorelement in ein proportionales elektrisches Signal umgewandelt und ausgegeben.
Ein klassisches Beispiel für den Einsatz von Seilzug­sensoren in der Hebetechnik sind Gabelstapler. Das Edelstahlmessseil wird im Inneren des Hubmastes installiert und mit dem Gabelträger verbunden. Ändert der Fahrer die Position der Gabel, so wird das Messseil aus dem Sensor heraus oder hineingezogen. Diese Veränderung wird von dem Seilzug­sensor an eine digitale Anzeige übermittelt, welche dem Staplerfahrer die Positionsänderung visualisiert. So hat er jederzeit Kenntnis darüber, auf welcher Höhe sich die Gabel des Fahrzeugs befindet. Das gleiche Prinzip lässt sich bei allen Arten von Hubtischen, Arbeitsbühnen und sogar bei Brücken- und Gebäudeanhebungen anwenden.
Outdoor-tauglich
Wird Hebetechnik im Freien eingesetzt, gelten besondere Anforderungen an die Sensoren und deren einzelnen Bauteilen. Nässe, tiefe Temperaturen oder ein hoher Salzgehalt in der Umgebung dürfen weder die Funktion beeinträchtigen, noch zur Korrosion wichtiger Elemente führen. Waycon ­Positionsmesstechnik bietet seit Jahren ein breites Spektrum von Modifikationen für die Seilzugsensoren der SX-Serien, speziell für variierende Anforderungen. Dazu gehört unter anderem eine Tieftemperatur-Variante (bis –40 °C), der Einsatz von Edelstahl-Komponenten oder eine Hart-Coat-Beschichtung elementarer Sensorelemente. Diese Beschichtung besteht aus einer hartanodischen Oxidation, die den Seilzugsensor mit einer verschleißfesten, keramikähnlichen Schicht vor Korrosion durch aggressive Medien, wie zum Beispiel Salzwasser, schützt.
Geht es um die Überwachung von großen Hebungen, so reicht der Messbereich des SX80 unter Umständen nicht mehr aus. Die Sensorreihe SX120 bietet mittlere Messbereiche bis 5 m und sollten noch größere Messlängen gefordert sein, kann der SX135 (Bild 2) mit seinen maximal 42,5 m nahezu jeden Anwendungsfall abdecken.

Mechanik pur
Für Hersteller im Bereich der Hebetechnik ist die F58NK-Variante besonders interessant. Es handelt sich um eine rein mechanische Version, bei der das analoge oder digitale Sensorelement erst kundenseitig montiert wird. Dadurch ergibt sich eine hohe Flexibilität in der Wahl des Ausgangssignals und dessen Weiterverarbeitung. Im Wartungsfall sind lediglich zwei Schrauben zu lösen, um das Sensorelement abzunehmen. Die Mechanik des Seilzugsensors muss dabei nicht demontiert werden. Dies spart Zeit und Kosten.
Sehr schwere oder voluminöse Lasten werden meist mithilfe von Hydraulikzylindern bewegt. Denkt man z. B. an das Öffnen oder Schließen von Wehrtoren bei Staudämmen, so wird schnell klar: je genauer der Hydraulikzylinder angesteuert werden kann, umso präziser lässt sich die Wassermenge regeln, die das Wehrtor passiert. Waycon bietet hier eine patentierte Lösung an. Der Seilzuggeber SX200 wird im Inneren des Zylinders installiert und befindet sich somit geschützt im ölgefüllten Druckbereich. Besonders bei größeren Hublängen bietet dieses Verfahren Vorteile bei der Installation und ist im Vergleich zu anderen Messprinzipien erheblich kostengünstiger in der Anschaffung. (no)

Dipl.-Ing. oec. Erik Baumeister ist Vertriebsingenieur bei der Waycon Positionsmesstechnik GmbH in Taufkirchen. sales@wayon.de