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Dezentrale Energieverteilung in industriellen Umgebungen

01   Die flexible Stromschiene Podis eignet sich zum Beispiel für die Intralogistik

01   Die flexible Stromschiene Podis eignet sich zum Beispiel für die Intralogistik

02  In Maschinen und Anlagen bietet die dezentrale ­Energieverteilung Vorteile

02  In Maschinen und Anlagen bietet die dezentrale ­Energieverteilung Vorteile

03  Das modulare System Podis umfasst Einspeise- und Verteilermodule sowie Steckverbinder

03  Das modulare System Podis umfasst Einspeise- und Verteilermodule sowie Steckverbinder

In Maschinen und Anlagen mit großen Abmessungen hat sich die dezentrale Energieverteilung aufgrund ihrer Vorteile längst durchgesetzt. Einerseits sind dies die Flexibilität und geringe Komplexität bei der Verkabelung von Maschinen und Anlagen, andererseits die Zeitersparnis bei der Installation. Dezentrale Strukturen in der Elektroinstallation haben sich vor allem in ausgedehnten Logistik- und fördertechnischen Anlagen etabliert, ebenso im Maschinen- und Anlagenbau, der Nahrungsmittelindustrie, an Flughäfen, Logistikzentren (Bild 1) und Produktions­linien der Automobilindustrie.

Die Wahl der passenden Installationstechnik für die Vernetzung dezentraler Feldgeräte entscheidet maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit einer dezentralen Installation. Energiebussysteme überzeugen mit einer einfachen, schnellen und sicheren Installation der elektrischen Versorgung sowie hoher Strukturierung und Modularisierung (Bild 2). Durch eine integrierte Informationsübertragung wird die Dezentralisierung von Funktionen und die Ausgliederung von Schaltschrankfunktionen ins Feld ermöglicht. Deshalb sind Energiebussysteme aus Anwendungen wie Produktions­straßen, Förderanlagen und Großmaschinen nicht mehr wegzudenken.

Flexibel und modular
Mit Podis (Bild 3), der flexiblen Stromschiene für die Industrie, bietet Wieland Electric eine Installationslösung, die Flexibilität, Schnelligkeit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen bietet. Der Flachleitungsenergiebus ist für raue ­Industrieumgebungen ausgelegt und überzeugt durch die schnelle und sichere Installation dank Durchdringungskontaktierung ohne Abmanteln der Leitung. Dies bietet Flexibilität sowohl bei der Erstinstallation als auch bei Nachrüstungen. Das modulare System umfasst Einspeise- und Verteilermodule, Wartungsschalter, feste und steckbare Energieabzweige, vorkonfektionierte Kabelsätze sowie ein umfangreiches Zubehör.
Um mit Podis ein noch breiteres Anwendungsfeld abzudecken, hat der Anbieter das System nun um eine neue Variante erweitert. So lassen sich jetzt größere Lasten als bisher auf einem Flachleitungsabschnitt versorgen, ohne dabei auf die gewohnten Vorteile zu verzichten. Die Anschlusskomponenten sind sowohl für größere Ströme wie auch für den Einsatz an größeren Spannungen geeignet. Bei gleichen Lasten verringert sich der Spannungsfall in Installationen mit großen Kabellängen.
Die Systemzulassung durch UL stellt einen praxisnahen Vorteil des Energiebus dar. Für exportierende Unternehmen ist der Erhalt der Zulassung für den Betrieb elektrischer Anlagen in den USA durch lokale Prüfer häufig mit Schwierigkeiten verbunden. Der Einsatz von Podis reduziert das Risiko zur Nacharbeit oder Neuinstallation in diesen Fällen, da durch die Systemzulassung für die gesamte Podis-Installation bereits die komplette Zulassungsdokumentation vorliegt. Somit wird sowohl der Prüfungsaufwand als auch die Zeit für die Zulassung auf ein Minimum reduziert. Zudem können projektspezifische Berechnungen in der Simulations­software Podis Plan leicht erstellt und den Unterlagen als Schaltbilder und Berechnungstabellen beigelegt werden, wodurch die Planbarkeit für die Projektdauer und das Projektbudget erhöht wird.

Verringerte Komplexität
Zu den wichtigsten Maßnahmen von Entwicklern und Projektierern gehört es heute, die Komplexität von Maschinen und Anlagen so gering wie möglich zu halten. Dabei ist Komplexität als Eigenschaft eines Projekts zu verstehen, bei dem eine Veränderung in einem Teilsystem Auswirkungen auf das gesamte System hat. Wird diese Komplexität reduziert, reduziert sich auch die Zeit für die Entwicklung, den Aufbau und die Inbetriebnahme in erheblichem Umfang. Außerdem wird der sichere Betrieb vereinfacht und die Verfügbarkeit der Anlage verbessert. Somit ist der kostengünstige und damit wettbewerbsfähige Betrieb möglich.
Durch den konsequenten Aufbau dezentraler Strukturen lassen sich Module aufbauen, die eine geschlossene Funktions­einheit darstellen und wenige, bestimmte Schnittstellen zu anderen Teilsystemen aufweisen. Das vermeidet Fehler und erhöht die Verfügbarkeit der Anlage. Das Energiebussystem unterstützt den dezentralen Aufbau durch den einfachen Anschluss dieser Teilsysteme an die elektrische Versorgung.

Flachleitung im industriellen Einsatz
Im Vergleich zu Rundleitungsvarianten überzeugen Flachleitungen durch den geringeren Platzbedarf und die kürzere Installationszeit: Bei vergleichbaren Kosten kann eine Flachleitung zwei- bis dreimal schneller installiert werden. Gerade in großen Maschinen ist der verfügbare Platz für die elektrische Installation meist klein. Große Anschlussmodule sind dafür ungeeignet, ebenso wenig vermeintlich kompakte Module, die sich dann über weitläufige Steckverbinder und Leitungsverteilung weiträumig ausbreiten.
Das modulare und steckbare Energiebussystem Podis vereinfacht Planung und Projektierung, Beschaffung, Installation und Wartung im Maschinen- und Anlagenbau. ­Wieland Electric steht seinen Kunden als kompetenter Lösungsanbieter zur Seite und unterstützt mit umfassenden Dienstleistungen. (mh)

Meinrad Braun ist Product Manager Energiebussysteme bei der Wieland Electric GmbH in Bamberg. meinrad.braun@wieland-electric.com

Meinrad Braun ist Product Manager Energiebussysteme bei der Wieland Electric GmbH in Bamberg. meinrad.braun@wieland-electric.com