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31.01.2019

Software AG steigert Umsatz und Gewinn

Die Software AG (Frankfurt MDAX: SOW) hat heute ihre Finanzkennzahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2018 sowie den Ausblick für das Jahr 2019 bekannt gegeben. Darüber hinaus veröffentlichte das Unternehmen Eckdaten zur neuen Strategie, die auf profitables Wachstum ausgerichtet ist. Das Produktportfolio soll neu gruppiert und vereinfacht werden, um dem Unternehmen mit marktführenden Produkten ein größeres Umsatzwachstum zu ermöglichen. Der Geschäftsbereich Digital Business Platform (DBP) wird dabei in drei neue Bereiche mit jeweils eigener Vermarktungsstrategie aufzugliedern: Integration und API, IoT & Analytics sowie Business Transformation, bestehend aus dem ARIS- und Alfabet-Angebot der Software AG.

Besonders erfolgreich ist der Darmstädter Konzerns mit seinen Lösungen für das Internet der Dinge (IoT). Das neue Cloud & IoT-Geschäft setzte im Geschäftsjahr 2018 seine hochdynamische Entwicklung fort und steigerte seinen Umsatz um 106 % auf 30,3 Mio. €. Angetrieben durch eine hohe Marktnachfrage nach unabhängigen, offenen und cloudbasierten Plattformen wuchsen dabei die wiederkehrenden Erlöse (Annual Recurring Revenue) im Cloud & IoT-Geschäft um 118 %. Zudem konnte die Software AG ihren Gesamtumsatz im Geschäftsbereich Digital Business Platform (inkl. Cloud & IoT) um 5 %auf 464,7 Mio. € ausbauen. Auch das Datenbankgeschäft Adabas & Natural (A&N) setzte seine positive Entwicklung fort. Für diesen Geschäftsbereich wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzwachstum von insgesamt 2 % auf 218,3 Mio. € erzielt. Neben der Steigerung des Produktumsatzes um insgesamt 4 % konnte die Software AG auch ihre Profitabilität erhöhen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 4 % auf 231,6 Mio. €. Das operative Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 272,9 MMio. €; die operative Ergebnismarge (EBITA, Non-IFRS) lag entsprechend bei 31,5 %. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich ebenfalls und stieg auf 165,2 Mio. €. Der Vorjahreswert wurde entsprechend um 17 % übertroffen.

Sanjay Brahmawar, Vorstandsvorsitzender der Software AG, sagt: „Die Software AG verfügt über starke Produkte, ein außergewöhnliches Team und eine solide Finanzlage. Die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahrs untermauern diese Stärken. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass wir das Marktpotenzial, das für unsere Produkte besteht, nicht ausschöpfen. In Zukunft müssen wir uns darauf konzentrieren, unsere Stärken in Erfolge zu verwandeln, indem wir unsere neuen IoT-Lösungen mit unseren führenden Integrations- und API-Funktionen verbinden. Dies verschafft uns eine einzigartige Position im weltweiten Softwaremarkt. Wir forcieren unser profitables Wachstum, während wir uns die von Kunden getriebene Nachfrage für SaaS und Subskriptionsmodelle zunutze machen.“
Finanzvorstand Arnd Zinnhardt kommentiert: „Nach einem weiteren Jahr mit Profitabilität auf Spitzenniveau in der Branche ist die Software AG in einer optimalen Position, um ihre neue Strategie schnell und erfolgreich umzusetzen. Wir haben die nötige Finanzkraft, um unser Geschäft auch durch gezielte M&A-Transaktionen zu transformieren. Damit werden wir die Marktposition der Software AG und ihrer marktführenden Technologien stärken.“

Entwicklung der Geschäftsbereiche im Geschäftsjahr 2018
Mit einem Plus von 106 % im Vergleich zum Vorjahr zeigten die DBP Cloud & IoT-Umsätze in Höhe von 30,3 (Vj. 14,9) Mio. € ein dynamisches Wachstum. Der Lizenzumsatz im Geschäftsbereich DBP (exkl. Cloud & IoT) lag bei 166,2 (Vj. 176,7) Mio. € und blieb hinter den Erwartungen zurück. Grund hierfür waren Projektrückgänge im öffentlichen Sektor der USA und in Südafrika. Die Wartungsumsätze beliefen sich auf 268,2 (Vj. 264,7) Mio. €, ein Anstieg von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Dementsprechend betrug der Produktumsatz von DBP (exkl. Cloud & IoT) insgesamt 434,4 (Vj. 441,6) Mio. €. Währungsbereinigt entspricht dies einem Anstieg von 1 %. Der Geschäftsbereich DBP inkl. Cloud & IoT erzielte einen Gesamtumsatz von 464,7 (Vj. 456,5) Mio. €, was einem Plus von 5 % entspricht.

Der Geschäftsbereich Adabas & Natural (A&N) entwickelte sich anhaltend stark und lag sogar über den Erwartungen. Der Lizenzumsatz stieg um 8 % auf insgesamt 74,4 (Vj. 69,9) Mio. €. Die Wartungserlöse erreichten 143,2 (Vj. 153,1) Mio. €. Der A&N-Produktumsatz lag bei 217,6 (Vj. 223,0) Mio. €, dies entspricht einer Erhöhung um 2 % zu konstanten Währungen. Dies unterstreicht die Stabilität des A&N-Geschäfts und die hohe Loyalität der Kundenbasis.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Consulting belief sich auf 182,6 (Vj. 198,8) Mio. €o und die Profitabilität für dieses Segment erreichte mit 10,5 % ein gutes Niveau.

Ausblick 2019 und Mittelfristprognose
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Software AG ein Wachstum des DBP-Geschäfts (exkl. Cloud & IoT) zwischen 3 % und 7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum von IoT & Cloud Umsätzen wird voraussichtlich zwischen 75 % und 125 % im Jahresvergleich betragen. Bei A&N wird eine Entwicklung im Bereich von -5 % bis 0 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die EBITA-Marge (Non-IFRS) soll in der Bandbreite von 28,0 % bis 30,0 % liegen.

Gesamtumsatz und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2018
Trotz negativer Währungseffekte in Höhe von 26,7 Mio. € konnte die Software AG im Berichtszeitraum einen Gesamtumsatz von 865,7 (Vj. 879,0) Mio. € verzeichnen. Währungsbereinigt entspricht dies einem Anstieg von 2 %. Der Konzern-Lizenzumsatz stieg um 2 % auf 249,4 (Vj. 250,1) Mio. €. Der Wartungsumsatz des Konzerns erreichte 415,4 (Vj. 420,2) Mio. €, ein Plus von 3 %. SaaS-Umsätze kletterten um 97 %auf 17,6 (Vj. 9,1) Mio. €. Entsprechend erhöhte sich der Produktumsatz der Software AG (Lizenzen und Wartung) insgesamt auf 682,3 (Vj. 679,4) Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 4 %.
Der Gewinn des Unternehmens vor Zinsen und Steuern EBIT stieg auf 231,6 (Vj. 222,8) Mio. €. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 26,8 (Vj. 25,3) %. Das operative Ergebnis (EBITA, Non-IFRS) lag bei 272,9 (Vj. 279,5) Mio. € und die operative Ergebnismarge (Non-IFRS) betrug 31,5 (Vj: 31,8) %. Das Nettoergebnis erhöhte sich ebenfalls auf 165,2 Mio. €, ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr.

Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte die Software AG 4.763 (Vj. 4.596) Mitarbeiter weltweit (umgerechnet in Vollzeitstellen). Davon waren 1.901 (Vj. 1.935) im Bereich Consulting und Services, 926 (Vj. 862) im Bereich Vertrieb und Marketing, 1.310 (Vj. 1.176) im Bereich Forschung und Entwicklung und 626 (Vj. 623) in der Verwaltung tätig.

Weg zu nachhaltigem profitablem Wachstum
Mit der neuen Strategie, Projekt Helix genannt, will das Unternehmens, das in diesem Jahr sein fünfzigstes Firmenjubiläum feiert, den Wandel zu einem branchenführenden Softwareunternehmen vollziehen sowie nachhaltig und profitabel wachsen. Es ist auf mehrere Jahre angelegt und wurde unter der Führung des Vorstandsvorsitzenden Sanjay Brahmawar, der diese Position seit 1. August 2018 bekleidet, erarbeitet. Dabei wurde das umfassende Feedback von Mitarbeitern, Kunden und Partnern des Unternehmens berücksichtigt.
Die Helix-Transformation setzt auf die genannten Stärken sowie eine bessere Fokussierung auf Wachstumsmärkte, die Umsetzungskraft des Unternehmens und die Entwicklung eines stärkeren Teams. Digitale Technologien stellen traditionelle Geschäftsmodelle zunehmend infrage. Damit verändern sich ganze Branchen und neue Möglichkeiten für Wachstum werden eröffnet. Die Kernkompetenz der Software AG in Sachen Integration liegt dort, wo zwei mächtige Kräfte aufeinandertreffen: im Spannungsfeld von digitaler Transformation und Echtzeitdaten. Das Unternehmen wird seine Kompetenzen in den Bereichen Integration von Apps, Clouds, IoT Devices und Daten bündeln und sich selbst als wesentlicher Akteur und Wegbereiter für Unternehmen etablieren, um sie in diesem Transformationsprozess zu begleiten. Das Marktpotential wird bis 2023 auf 24 Mrd. € anwachsen.

Um das Wachstum voranzutreiben, hat die Software AG drei strategische Hebel definiert.

Um diese Ziele umzusetzen führt die Software AG ein neues Matrix-Modell ein. Dies soll funktionale Silostrukturen aufbrechen und eine durchgängige Verantwortung für Umsätze nach Regionen sowie Produktumsätze schaffen. Zudem werden die Vertriebsteams durch Umstellung von einem Generalisten- auf ein Spezialistenmodell klarer ausgerichtet. Die Umsetzung wird auf Basis neuer interner und externer Anreizmodelle präziser erfolgen. Zudem wird ein Funktionsbereich mit dem Schwerpunkt Kundenerfolg geschaffen, dessen Aufgabe die Unterstützung von Kunden bei der Erreichung ihrer Ziele ist. Damit werden auch die Kundenbindung gestärkt und vermehrt Empfehlungen generiert, um Chancen für Cross- und Up-Selling zu schaffen.
Der Konzern wird zudem das Global Customer Services(GCS)-Team darauf ausrichten, als eine Professional-Services-Organisation aufzutreten und zu handeln, die vom Lizenzvertriebsteam verkaufte Transformationsprojekte unterstützt. In diesem Zusammenhang wird GCS auch eine wichtige Rolle dabei spielen, Partner zu stärken und sie zu unterstützen.
Im Einklang mit der steigenden Kundennachfrage erfolgt außerdem die Umstellung auf Mietsoftware. Die Berücksichtigung eben dieser Kundenpräferenzen wird zugleich zu geringerer Volatilität der Quartalsergebnisse führen.

Der Vorstandsvorsitzende Sanjay Brahmawar kommentierte die Strategie wie folgt: „Im fünfzigsten Jahr unseres Bestehens werden wir einen neuen, mutigen Weg einschlagen. An Stärken und Chancen mangelt es uns nicht – und diese nutzen wir! Mit unserer neuen Strategie HELIX setzen wir auf Fokus, Umsetzungskraft und unser leistungsstarkes Team – bei allem, was wir tun. So führen wir unser Unternehmen zu nachhaltigem, profitablem Wachstum.“
„Diese Transformation ist durch Kunden getrieben in einer Zeit, in der digitale Technologien die Unternehmen dazu zwingen, alles was sie tun, auf den Prüfstand zu stellen. Wir haben die Expertise und das Know-how, um Integration in dieser Ära neu zu denken. In einer Zeit des permanenten Wandels, in der Anpassungsfähigkeit elementar ist, sind wir der bevorzugte Partner unserer Kunden: ein Team, das Unternehmen hilft, Apps, Clouds und IoT-Geräte zu verbinden und Daten wertschöpfend zu analysieren. Mit uns erreichen unsere Kunden ihre volle Leistungsfähigkeit“, so Sanjay Brahmawar.